Ganze Briefe und Zitate im erläuternden Text von Martin Doerry müssen optisch differenziert werden.<br />Umschlag und Satz wurden anderweitig realisiert, der Entwurf entstand während der Zeit bei Rudolf Paulus Gorbach.
Ganze Briefe und Zitate im erläuternden Text von Martin Doerry müssen optisch differenziert werden.
Umschlag und Satz wurden anderweitig realisiert, der Entwurf entstand während der Zeit bei Rudolf Paulus Gorbach.

Ganze Briefe und Zitate im erläuternden Text von Martin Doerry müssen optisch differenziert werden.<br />Umschlag und Satz wurden anderweitig realisiert, der Entwurf entstand während der Zeit bei Rudolf Paulus Gorbach.Für die zahlreichen Briefe wird eine der Feder-Handschrift angepasste Antiqua-Kursive empfohlen.

Eine passende Gestalt für Bücher mit vermeintlich einfacher Textstruktur zu finden, kann eine sehr anspruchsvolle Aufgabe sein. Im Büro Gorbach wurde eine Satzvorlage entwickelt, mit der die zahlreichen Briefe gut lesbar und optisch ansprechend in die allgemeinen Textpassagen integriert werden können.

In der Deutschen Verlags-Anstalt erschien 2002 ›Mein verwundetes Herz‹, eine Biografie basierend auf zahlreichen Briefen. »Dem jüdischen bildungsbürgerlichen Milieu in Köln entstammend, entschließt sich Lilli Schlüchterer, gegen Widerstände den protestantischen Arzt Ernst Jahn zu heiraten. Die große Familie mit fünf Kindern lebt in Frieden in Immenhausen bei Kassel, bis die politischen Auswirkungen der nationalsozialistischen Politik auch das Leben der Jahns grundlegend verändern.

Der Riss zwischen Deutschen und Juden geht mitten durch die Familie, Ernst Jahn läßt sich von Lilli scheiden und liefert sie schutzlos der nationalsozialistischen Verfolgung aus. 1943 wird Lilli Jahn in ein Arbeitserziehungslager gebracht und beginnt eine lange, intensive Korrespondenz mit ihren nun auf sich selbst gestellten Kindern.

Die Überlieferung der Briefe grenzt an ein Wunder: Es gelang Lilli Jahn, sie vor der Deportation nach Auschwitz einer Aufseherin anzuvertrauen, die sie dann den Kindern übergab. 1998, als der Sohn von Lilli, Gerhard Jahn, Bundesjustizminister im Kabinett Willy Brandts, starb, fand die Familie den kompletten Briefwechsel in seinem Nachlaß. Der Enkel Martin Doerry (stellvertretender Chefredakteur des SPIEGEL ) hat eine Auswahl getroffen und die Briefe mit zeitgeschichtlichen Hintergrundinformationen zu einem großen Lebensporträt zusammengestellt.«
Text: www.kno.de

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